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Raumklima & Standort

Ein gutes Hygrometer zur Überwachung des Raumklimas

Hinweise zur Vermeidung von SchĂ€den an Klavieren durch KlimaeinflĂŒsse

Hauptwerkstoff der Klaviere ist Holz. Holz ist ein lebender Werkstoff, der - je nach Luftfeuchtigkeit - Wasser abgibt oder aufnimmt, also entsprechend quillt oder schwindet. Auch die anderen Werkstoffe im Instrument, wie Metalle, Filze oder Leder, reagieren auf das Klima im Raum. Bei grĂ¶ĂŸeren Schwankungen der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit können die Saiten sich verstimmen oder  die Mechanikfilze aufquellen und dadurch TrĂ€gheit in der Funktion entstehen (z.B. klemmende Tasten). Wenn das Klavier ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum einem ungĂŒnstigen Klima ausgesetzt ist, ist mit schweren SchĂ€den bis hin zu Rissen in Konstruktionsteilen zu rechnen.

Bitte beachten Sie, dass jeder Klavierhersteller und -hÀndler Garantieleistungen im Falle klimabedingter SchÀden an Ihrem Instrument ablehnt.

Um SchÀden am Instrument zu vermeiden, möchten wir Ihnen folgende Empfehlungen geben:

  • Das gĂŒnstigste Klima fĂŒr Instrumente liegt bei 45 bis 60 % relativer Luftfeuchte und einer Raumtemperatur von 20 bis 22° C. Dabei kann auch eine Spanne von 45 bis 70 % rel. Luftfeuchte toleriert werden, solange dieses Klima kurzfristig besteht. Sollte es ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum grĂ¶ĂŸere Abweichungen von diesen Normwerten geben, mĂŒssen diese mit einem KlimagerĂ€t im Raum oder auch direkt im Klavier ausgeglichen werden.
  • Zur Messung des Raumklimas empfehlen wir ein gutes digitales Hygrometer das in der NĂ€he des Instruments aufgestellt wird und Ihnen das ganze Jahr ĂŒber die aktuellen Werte liefert. Ihr Klavierbauer wird Ihnen gerne ein entsprechendes GerĂ€t empfehlen.
  • Die Regulierung der Luftfeuchtigkeit kann entweder durch einen im Raum aufgestellten LuftwĂ€scher erfolgen, der nicht nur die Raumluft befeuchtet sondern gleichzeitig auch von StĂ€uben reinigt oder aber durch ein direkt im Klavier oder FlĂŒgel verbautes KlimagerĂ€t, das im Instrument ein eigenes Mikroklima herstellt und je nach BedĂŒrfnis be- oder entfeuchtet. Ihr Klavierbauer berĂ€t Sie gerne

 

Der richtige Standort

FrĂŒher galt generell die Empfehlung, ein Klavier nicht an einer Außenmauer aufzustellen. In Zeiten von Niedrigenergie- oder PassivhĂ€usern ist dies aber nicht mehr allgemeingĂŒltig. Bei gut isolierten HĂ€usern die nicht Ă€lter als 20 Jahre sind, ist nicht mit einer BeeintrĂ€chtigung zu rechnen.
Vielmehr spielen Faktoren wie direkte Sonneneinstrahlung, Fußbodenheizung oder Kachelofen eine Rolle.

Direkte, starke Sonneneinstrahlung kann zum einen dazu fĂŒhren, dass der Holzfarbton ausbleicht (natĂŒrlich nicht bei Klavieren in schwarz oder weiß) zum anderen erhitzt sich das Instrument was zu einem stĂ€rkeren Verstimmen fĂŒhren kann.

Die Fußbodenheizung richtet gerade bei Ă€lteren Instrumenten oft große SchĂ€den an. Die warme, trockene Luft steigt durch das Instrument nach oben und trocknet das Holz aus. Abhilfe kann hier oft nur ein direkt im Klavier oder FlĂŒgel verbautes KlimagerĂ€t schaffen. 

Auch der Kachelofen oder Kaminofen fĂŒhrt im Winter zu einer trockenen Raumluft. Je grĂ¶ĂŸer der Abstand zum Klavier, desto besser. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte aber auf alle FĂ€lle beobachtet werden.

KellerrÀume neigen gerade im Sommer zu sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Dies ist oft genauso schÀdlich wie ein zu trockener Raum. Nicht selten bildet sich im Inneren der Instrumente Schimmel, der nur sehr aufwÀndig wieder zu entfernen ist.

Generell empfehlen wir, Klaviere nicht zu dicht an die Wand zu stellen, damit die Luft auch hinter dem Instrument zirkulieren kann.

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Auf der Europiano-Delegiertenversammlung am 08. April 2016 im Rahmen der Frankfurter Musikmesse wurde Klavierbaumeister Gunther Schaible zum neuen PrÀsidenten gewÀhlt.
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Seminar FlĂŒgelmechanik regulieren

vom 22. bis 23.09.2016 bei
Firma Jahn in Grub am Forst
mit Klavierbaumeister Joachim Leonardy


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